Was ist eine Isolierglaseinheit (IGU)?

Eine Isolierglaseinheit (IGU) ist ein abgedichtetes Verglasungssystem aus zwei oder mehr Glasscheiben, die durch einen Abstandhalter getrennt sind und einen mit Luft oder Gas gefüllten Hohlraum enthalten. IGUs sind so konzipiert, dass sie die Wärmedämmung verbessern, den Lärm reduzieren und die Kondensation im Inneren verhindern. moderne Fenster und Türen. Zu den gängigen Bestandteilen von Isolierglaseinheiten (IGU) gehören Glasscheiben, Abstandhalter, Trockenmittel, Dichtstoffe und Gasfüllungen wie Argon oder Krypton. Sie werden häufig in Wohn-, Gewerbe- und Hochleistungsgebäuden eingesetzt, da sie Komfort, Energieeffizienz und die langfristige Leistungsfähigkeit der Fenster verbessern.
Isolierglaseinheiten gehören heute bei den meisten modernen Fenstern und Türen zum Standard, da sie die Wärmedämmung verbessern, Außengeräusche reduzieren, Kondensation begrenzen und eine insgesamt bessere Energieeffizienz ermöglichen.
Kernkomponenten einer IGU
Jede Isolierglaseinheit (IGU) besteht aus mehreren Schlüsselkomponenten, die zusammenarbeiten, um die Wärmedämmung zu verbessern, das Kondensationsrisiko zu verringern und die langfristige Dichtungsleistung aufrechtzuerhalten.
1. Glasscheiben

Das Herzstück jeder Isolierglaseinheit sind die Glasscheiben. Die meisten Isolierglaseinheiten bestehen aus zwei Scheiben, manche haben jedoch drei oder sogar vier für eine bessere Leistung. Diese Scheiben reichen in der Regel von 3 bis 10 Millimeter dick, je nach Ausführung und Einbauort.
Sie finden auch verschiedene Glasarten, wie:
- Gehärtetes Glas, das wärmebehandelt wird, um stärker und sicherer zu sein.
- Verbundglas, das selbst bei Bruch zusammenhält – ideal für Schalldämmung und Sicherheit.
Viele IGUs verfügen außerdem über eine Low-E-Beschichtung (niedrige Emissivität), das Wärme und UV-Strahlen reflektiert. So bleibt Ihr Zuhause im Sommer kühler und im Winter wärmer, ohne das natürliche Licht zu blockieren.
2. Abstandshalter und Trockenmittel

Zwischen den Scheiben befindet sich ein Abstandshalter, der für einen gleichmäßigen Abstand zwischen den Scheiben sorgt. Abstandshalter können aus folgenden Materialien bestehen:
- Aluminium – stark, kann aber Wärme entweichen lassen.
- Warme Kante Abstandhalter – aus Kunststoff oder Edelstahl, isolieren besser.
- Schaumstoff-Abstandshalter – flexibel und höchst energieeffizient.
Im Inneren des Abstandshalters befindet sich ein Trockenmittel, ein feuchtigkeitsabsorbierendes Material, das das Innere des Geräts trocken hält. Ohne dieses Material könnten Ihre Fenster beschlagen oder Schimmelbildung im Inneren auftreten – nein danke!
3. Versiegelungen

Die Kanten der IGU werden mit zwei Dichtstoffschichten dicht verschlossen:
- Primärversiegelung wie PIB (Polyisobutylen) bildet die Feuchtigkeitsbarriere.
- Sekundärversiegelungen wie Silikon oder Polysulfid verleihen der Einheit Festigkeit und halten alles zusammen.
Zusammen verhindern diese Dichtungen Lecks und tragen dazu bei, dass die IGU jahrelang fehlerfrei hält.
4. Gasfüllungen

Der Raum zwischen den Scheiben besteht nicht nur aus Luft, sondern ist oft mit speziellen Gasen gefüllt, um die Isolierung zu verbessern. Gängige Optionen sind:
- Luft – die grundlegende Wahl, aber nicht die effizienteste.
- Argongas – ein beliebtes Upgrade, das eine bessere Isolierung zu einem guten Preis bietet.
- Kryptongas – isoliert sogar noch besser, insbesondere in dünneren Räumen, kostet aber mehr.
Diese Gase sind unsichtbar und ungefährlich, aber sie machen einen großen Unterschied, wenn es darum geht, die richtige Temperatur in Ihrem Zuhause zu halten.
Funktionsweise von IGUs

Isolierglaseinheiten (IGUs) verbessern die Leistung von Fenstern, indem sie den Wärmeverlust reduzieren, die Kondensation begrenzen und die Schalldämmung durch eine abgedichtete Mehrscheibenkonstruktion verbessern.
Wärmedämmung: Komfort im Inneren
Die Hauptaufgabe einer IGU besteht darin, den Wärmeübergang zwischen dem Inneren und Äußeren Ihres Gebäudes zu reduzieren. So funktioniert es:
- Der Raum zwischen den Glasscheiben ist mit Luft oder Gas wie Argon oder Krypton gefüllt, was die Wärmebewegung verlangsamt.
- Gasfüllungen isolieren besser als reine Luft, da sie weniger Wärme leiten.
- Der Low-E-Beschichtung auf der Innenseite des Glases reflektiert im Winter die Wärme zurück in den Raum und hält sie im Sommer draußen.
Dadurch entsteht eine Wärmebarriere, die in den kalten Monaten die warme Luft und in den heißen Monaten die kühle Luft drinnen hält – und so Ihre Energiekosten senkt.
U-Wert und SHGC verstehen
Wenn wir darüber sprechen, wie gut IGUs isolieren, fallen zwei wichtige Zahlen auf:
- U-Wert misst, wie viel Wärme durch das Glas dringt. Niedrigere Werte bedeuten eine bessere Isolierung.
- SHGC (Solarer Wärmegewinnkoeffizient) gibt an, wie viel Sonnenwärme durch das Fenster eindringt. Ein niedrigerer SHGC ist ideal für heiße Klimazonen, während ein höherer SHGC zum Erwärmen kälterer Räume beitragen kann.
Die Wahl des richtigen Gleichgewichts zwischen U-Wert und SHGC hängt von Ihrem lokalen Klima und der Bauweise Ihres Hauses ab.
Schallschutz: Ruhe und Frieden
Isolierglasscheiben halten nicht nur Wärme ab, sondern dämmen auch Lärm. So funktioniert's:
- Verwenden asymmetrische Scheiben (zwei Glasscheiben mit unterschiedlicher Dicke) hilft, Schallwellen zu brechen.
- Verbundglas ist eine weitere Verbesserung, die Vibrationen absorbieren und den Lärm noch weiter reduzieren kann – perfekt für Häuser in der Nähe stark befahrener Straßen oder Flughäfen.
Wenn Sie es also satt haben, Rasenmäher oder Verkehr vor Ihrem Fenster zu hören, können IGUs einen großen Unterschied machen.
Leistungsfaktoren und Bewertungen

Nicht alle Isolierglaseinheiten (IGUs) bieten die gleiche Leistung. Mehrere Schlüsselfaktoren beeinflussen, wie gut sie Wärme, Sonnenlicht und Schall abhalten.
R-Wert und U-Wert: Messung der Isolierung
Mithilfe dieser beiden Bewertungen können Sie feststellen, wie gut eine IGU Ihre Innentemperatur stabil hält:
- R-Wert gibt an, wie gut ein Material dem Wärmefluss widersteht. Höher ist besser– mehr Widerstand bedeutet mehr Isolierung.
- U-Wert ist das Gegenteil – es misst, wie viel Wärme durchfließt. Niedriger ist besser um die Wärme im Winter drinnen und im Sommer draußen zu halten.
IGUs haben typischerweise U-Werte zwischen 0,20 und 0,50, abhängig von Glasart, Beschichtung, Gasfüllung und Abstand.
Die Bedeutung der Spaltbreite
Auch der Raum zwischen den Glasscheiben – der sogenannte Luftspalt oder Hohlraum – spielt eine große Rolle für die Leistung. Ist der Spalt zu klein, dämmt er nicht gut. Ist er zu groß, kann das Gas im Inneren zirkulieren und so die Wirksamkeit verringern.
Der Sweet Spot?
Um 15–18 mm ist ideal für mit Argon gefüllte Isolierglaseinheiten. Dadurch sorgt das Gas für eine solide Isolierung, ohne dass es zu unerwünschten Luftbewegungen im Inneren der Einheit kommt.
SHGC: Blockieren oder Einladen von Sonnenwärme

Der SHGC (Solar Heat Gain Coefficient) gibt an, wie viel Sonnenenergie durch das Glas eindringt. Er reicht von 0 bis 1:
- Niedrigerer SHGC (etwa 0,25–0,35) blockiert mehr Sonne – ideal für heißes Klima.
- Höherer SHGC (etwa 0,50 oder höher) lässt mehr Wärme herein – besser für kalte Bereiche.
Low-E-Beschichtungen helfen bei der Reduzierung von SHGC, indem sie unerwünschtes Infrarotlicht reflektieren und gleichzeitig sichtbares Licht durchlassen. Sie erhalten Helligkeit ohne zusätzliche Wärme.
Akustische Leistung: Den Lärm draußen halten
Wenn Ruhe und Frieden im Vordergrund stehen, achten Sie auf die Schalldämmeigenschaften einer IGU:
- Dickeres Glas reduziert Vibrationen durch Schallwellen.
- Verbundglas fügt eine schalldämpfende Schicht zwischen den Scheiben hinzu.
Bei Häusern in lauten Wohngegenden oder in der Nähe von Autobahnen können diese Modernisierungen den Komfort erheblich steigern.
Die Wahl der richtigen IGU

Die richtige Isolierglaseinheit hängt von Klima, Leistungszielen, Gebäudetyp und Budget ab. Anstatt sich nur auf die Glasdicke zu konzentrieren, ist es ratsam, das gesamte Isolierglassystem – einschließlich Glasart, Gasfüllung, Abstandhalterdesign und Wärmeleistung – zu vergleichen, bevor man eine Entscheidung trifft.
1. Beginnen Sie mit Ihrem Klima
Das Klima sollte bei der Wahl einer Isolierglaseinheit (IGU) an erster Stelle stehen. In kälteren Regionen tragen Doppel- oder Dreifachverglasungen mit Argon- oder Kryptonfüllung und niedrigen U-Werten dazu bei, Wärmeverluste zu reduzieren. In wärmeren Klimazonen sind Low-E-Beschichtungen und niedrigere SHGC-Werte oft wichtiger, da sie den unerwünschten solaren Wärmeeintrag begrenzen und gleichzeitig natürliches Licht in den Innenraum lassen.
2. Wählen Sie die richtige Glasart
Verschiedene Glasarten lösen unterschiedliche Probleme. Gehärtetes Glas wird häufig dort eingesetzt, wo Sicherheitsverglasung erforderlich ist. Verbundglas bietet besseren Schallschutz, höhere Stoßfestigkeit und erhöhte Sicherheit. Wärmedämmglas (Low-E-Glas) verbessert die Energieeffizienz, indem es Wärme reflektiert und gleichzeitig sichtbares Licht durchlässt.
3. Vergleich der Abstandshalter- und Gasfülloptionen
Der Zwischenraum zwischen den Scheiben ist genauso wichtig wie das Glas selbst. Argongefüllte Isolierglasscheiben sind die gängigste Wahl, da sie ein gutes Verhältnis von Wärmedämmung und Kosten bieten. Krypton ist in dünneren Zwischenräumen leistungsfähiger, aber in der Regel teurer. Warme-Kante-Abstandhalter können die Wärmeleistung ebenfalls verbessern, indem sie den Wärmeverlust am Glasrand reduzieren.
4. Passen Sie die IGU an Ihre Projektziele an.
Für die meisten Standard-Wohnhausfenster bietet eine Doppelverglasung mit Low-E-Beschichtung und Argonfüllung eine solide Gesamtleistung zu einem vernünftigen Preis. In kälteren Regionen oder bei energieeffizienten Gebäuden können Dreifachverglasung oder Vakuum-Isolierglas sinnvoll sein. Wenn Lärmbelästigung von außen ein Problem darstellt, sind Verbundglas oder asymmetrische Scheibenkonfigurationen oft die bessere Wahl.
5. Leistung und Budget in Einklang bringen
Die beste Isolierglaseinheit ist nicht immer die modernste. Eine optimal abgestimmte Einheit sollte den Komfort verbessern, Energieverluste reduzieren und die Anforderungen des Gebäudes erfüllen, ohne unnötige Kosten zu verursachen. Konzentrieren Sie sich auf die Leistung, die zu Ihrem konkreten Projekt passt, anstatt die komplexeste verfügbare Spezifikation zu wählen.
Erweiterte IGU-Typen
Standardmäßige Doppelglaseinheiten sind großartig – wenn Sie jedoch eine noch bessere Isolierung oder Lärmkontrolle wünschen, gibt es einige Hightech-Optionen.
Dreifach- und Vierfachverglasung: Mehr Schichten, mehr Komfort

Dreifach- und Vierfach-IGUs verfügen über zusätzliche Glasschichten und gasgefüllte Zwischenräume. Mehr Schichten bedeuten:
- Bessere R-Werte (höherer thermischer Widerstand)
- Niedrigere U-Werte (weniger Wärmeverlust)
- Verbesserte Rauschunterdrückung
Jede zusätzliche Scheibe sorgt für eine zusätzliche Dämmschicht. Dreifachverglasung eignet sich ideal für kalte Klimazonen oder energieeffiziente Häuser. Vierfachverglasung geht sogar noch weiter – ideal für extreme Temperaturen oder Gebäude mit Netto-Null-Emissionen.
Typische Anwendungsfälle:
- Dreifachverglasung – Wohnhäuser in nördlichen oder hochgelegenen Gebieten
- Vierfachverglasung – Krankenhäuser, Labore oder hocheffiziente Gebäude
Zwar sind sie zunächst teurer, doch aufgrund der Energieeinsparungen im Laufe der Zeit können sie eine kluge Investition sein.
Vakuum-IGUs (VIG): Hightech, ultradünn

Vakuum-Isolierglas (IGU) ist eine hochmoderne Technologie. Anstatt den Raum zwischen den Scheiben mit Gas zu füllen, entfernen sie die gesamte Luft und erzeugen so ein Vakuum. Das bedeutet:
- Fast keine Wärmeübertragung durch Leitung
- Sehr schlankes Profil, oft unter 10 mm dick
- Winzig Säulen Innen halten sie das Glas auseinander und verhindern, dass es zerfällt
VIGs funktionieren wie Dreifachglas, haben aber die Größe und das Gewicht einer Einzelscheibe – ideal für historische Gebäude oder Orte, bei denen es auf die Dicke ankommt.
Kompromisse?
Sie sind teurer und die winzigen Stützpfeiler können leicht sichtbar sein. Dennoch erfreuen sie sich sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich zunehmender Beliebtheit.
Mehrscheibenverglasung: Die Zukunft der Effizienz

Einige Glashersteller experimentieren derzeit mit 5 oder sogar 6 Glasscheiben. Diese Ultra-Multipane-Isolierglaseinheiten sind konzipiert für:
- Extreme Klimazonen
- Passivhausprojekte
- Gebäude mit dem Ziel des Nullenergiestandards
Obwohl diese Einheiten noch nicht weit verbreitet sind, stellen sie die Zukunft der Glasisolierung dar. Je mehr Scheiben und Gasschichten, desto höher die Leistung – aber auch desto höher der Preis und das Gewicht.
Herstellungsprozess
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Isolierglaseinheiten (IGUs) hergestellt werden? Es handelt sich nicht einfach nur um eine Mischung aus Glas und Gas – die IGU-Herstellung ist ein sorgfältig kontrollierter Hightech-Prozess, der für lang anhaltende Leistung und Energieeinsparungen sorgt.
Schritt 1: Schneiden und Reinigen des Glases

Zunächst werden die Glasscheiben zugeschnitten. Anschließend wird jede Scheibe gründlich gewaschen und getrocknet, um Staub, Öl und Schmutz zu entfernen. Sauberes Glas ist unerlässlich, da selbst kleinste Partikel die Dichtung und Isolierung beeinträchtigen können.
Schritt 2: Abstandshaltermontage

Anschließend wird ein Abstandhalter passend zu den Glaskanten geformt. Dieser Abstandhalter hält die Scheiben nicht nur auseinander, sondern enthält auch Trockenmittelkügelchen, die Feuchtigkeit absorbieren und so ein Beschlagen verhindern.
Abstandshalter können aus Aluminium, Edelstahl oder Warm-Edge-Materialien wie Schaumstoff oder Kunststoff bestehen. Nach dem Befüllen mit Trockenmittel wird der Abstandshalter vorsichtig an einer der Glasscheiben befestigt.
Schritt 3: Gasfüllung und Versiegelung

Nachdem die beiden Glasscheiben mit dem Abstandshalter verbunden wurden, wird der Zwischenraum mit Argon- oder Kryptongas gefüllt. Dies geschieht üblicherweise mithilfe automatisierter Maschinen, die das Gas einspritzen und die Einheit schnell versiegeln, um es im Inneren einzuschließen.
Dann kommt die Versiegelungsphase. Hersteller bewerben sich:
- A Primärversiegelung (normalerweise PIB) zur Blockierung von Feuchtigkeit
- A Sekundärversiegelung (wie Silikon oder Polysulfid) für zusätzliche Festigkeit und Haltbarkeit
Zusammen halten diese Dichtungen das Gas drinnen und Luft und Wasser draußen.
Schritt 4: Endmontage und Inspektion
Nach der Versiegelung wird die IGU einer Endkontrolle unterzogen. Mängel wie Kratzer, schlechte Versiegelung oder Blasen können zu einem frühzeitigen Ausfall führen. Daher werden strenge Qualitätskontrollen durchgeführt.
Qualitätskontrolle: Für Zuverlässigkeit sorgen
Moderne Fabriken setzen fortschrittliche Prüfverfahren ein, um höchste Leistung zu gewährleisten. Eine der beeindruckendsten Methoden ist die Ultraschallprüfung, die den Argongasgehalt im Isolierglas prüft, ohne es zu öffnen oder zu beschädigen. Tritt das Gas zu früh aus, isoliert das Isolierglas nicht mehr richtig. Daher ist es wichtig, die Dichtheit zu wahren.
Weitere Qualitätsprüfungen können Folgendes umfassen:
- Wärmebildgebung
- Prüfung der Siegelfestigkeit
- Nebel- und Feuchtigkeitssimulationen
Installation und Langlebigkeit

Eine gut verarbeitete Isolierglaseinheit (IGU) ist nur so gut wie ihre Installation – und wie sie sich im Laufe der Zeit hält. Hier erfahren Sie, wie lange IGUs halten, welche Schäden auftreten können und ob sich eine Reparatur lohnt.
Wie lange halten IGUs?
Die meisten IGUs halten zwischen 10 bis 25 Jahre, abhängig von der Materialqualität, dem Klima und der Installation. Unter idealen Bedingungen können einige sogar länger halten. Aber mit der Zeit können selbst die besten Geräte kaputt gehen.
Häufige Anzeichen eines Fehlers
Dies sind die häufigsten Gründe, warum eine IGU nicht mehr richtig funktioniert:
- Dichtungsfehler – Wenn die Randversiegelung bricht, können Luft und Feuchtigkeit eindringen.
- Beschlagen zwischen den Scheiben – Ein sicheres Zeichen dafür, dass Feuchtigkeit in das Gerät eingedrungen ist.
- Thermische Spannungsrisse – Verursacht durch ungleichmäßige Erwärmung und Abkühlung der Glasoberfläche, insbesondere wenn die Fenster direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt.
- Gasverlust – Mit der Zeit kann Argon- oder Kryptongas langsam austreten, was die Isolationsleistung verringert.
Sobald diese Probleme auftreten, funktioniert die IGU nicht mehr wie vorgesehen – auch wenn das Glas nicht physisch zerbrochen ist.
Reparieren vs. Ersetzen
Kann eine defekte IGU repariert werden? Manchmal.
- Entlüften und Versiegeln ist eine Reparaturmethode. Dabei werden kleine Löcher gebohrt, Feuchtigkeit entfernt und das Glas wieder versiegelt. Dadurch kann der Beschlag verschwinden, aber stellt die verlorene Gasisolierung nicht wieder her.
- Vollständiger Ersatz ist die beste Option, wenn es auf die Wärmeleistung ankommt oder das Gerät schwer beschädigt ist.
Inspektion & Wartung

Auch wenn Isolierglaseinheiten (IGUs) auf Langlebigkeit ausgelegt sind, können regelmäßige Kontrollen und einfache Wartungsarbeiten Ihnen helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen und spätere größere Reparaturkosten zu vermeiden.
Worauf Sie achten sollten: Einfache Sichtprüfungen
Die meisten Probleme mit IGUs sind mit bloßem Auge erkennbar. Achten Sie bei Ihrer regelmäßigen Reinigung oder saisonalen Hausinspektion auf:
- Beschlag oder Feuchtigkeit zwischen den Scheiben – Dies bedeutet oft, dass die Dichtung versagt hat.
- Verfärbung oder Trübung – Kann auf chemische Reaktionen im Gerät hinweisen.
- Risse oder Lücken abdichten – Überprüfen Sie die Kanten auf Anzeichen von Verschleiß, Ablösung oder Dichtungsschäden.
- Kondensation an der Innenscheibe – Nicht immer ein Zeichen für einen IGU-Fehler, aber es lohnt sich, darauf zu achten, ob das Problem weiterhin besteht.
Dies sind frühe Warnsignale dafür, dass Ihre IGU möglicherweise ihre Isolierkraft verliert.
Funktionstests: Über die Oberfläche hinaus
Für eine gründlichere Überprüfung – insbesondere in hochwertigen oder gewerblichen Gebäuden – können spezielle Werkzeuge verwendet werden:
- Ultraschall-Gasdetektoren messen kann die Argon- oder Kryptonwerte im Inneren des Geräts. So lässt sich überprüfen, ob die Gasfüllung noch intakt ist, ohne das Fenster zu öffnen.
- Wärmebildgebung kann nicht sichtbare Wärmelecks aufdecken und so die Leistung Ihrer IGUs zeigen.
Während Hausbesitzer normalerweise keinen Zugriff auf diese Werkzeuge haben, ist dies bei professionellen Inspektoren der Fall – und es lohnt sich, alle paar Jahre einen für eine gründliche Überprüfung zu rufen.
Wartungstipps und -plan
Die gute Nachricht: IGUs sind wartungsarm! Hier sind ein paar Tipps:
- Reinigen Sie Glas und Rahmen mit milder Seife und weichen Tüchern – keine aggressiven Chemikalien oder Scheuerschwämme.
- Dichtungen und Rahmen prüfen mindestens zweimal im Jahr, insbesondere nach extremen Wetterbedingungen.
- Halten Sie die Tropflöcher frei (diese winzigen Drainagelöcher am Boden von Fensterrahmen), um Wasseransammlungen zu verhindern.
- Vermeiden Sie das Hochdruckreinigen Ihrer Fenster, was die Dichtungen mit der Zeit beanspruchen kann.
Wenn Sie in einer Küstenregion oder einem Gebiet mit hoher Luftfeuchtigkeit wohnen oder wenn Ihre Fenster täglich starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, ist es eine gute Idee, alle 5 bis 10 Jahre eine professionelle Inspektion durchzuführen.
Nachhaltigkeit und Gebäudeintegration

Isolierglaseinheiten (IGUs) sind nicht nur gut für Ihr Zuhause, sondern auch für den Planeten. Von der Senkung der Energiekosten bis hin zur Unterstützung umweltfreundlicher Bauziele tragen IGUs maßgeblich zur Schaffung grünerer und effizienterer Räume bei.
Energie sparen, Emissionen reduzieren
IGUs tragen dazu bei, den Heiz- und Kühlbedarf Ihres Hauses zu reduzieren. Das bedeutet:
- Niedrigere Energiekosten jeden Monat
- Geringere Belastung der HLK-Systeme
- Weniger Treibhausgasemissionen aus Kraftwerken
Da IGUs die Innentemperatur stabiler halten, müssen Ihre Klimaanlage und Heizung nicht so hart arbeiten – insbesondere in Kombination mit energieeffizienten Beschichtungen und Gasfüllungen.
Im Laufe der Zeit kann die Umstellung auf Hochleistungs-Isolierglas zu erheblichen CO2-Fußabdruck Reduzierung, insbesondere in größeren Gebäuden oder bei extremen Klimabedingungen.
Zertifizierungen für umweltfreundliches Bauen
Durch die Installation von IGUs kann ein Gebäude die Voraussetzungen für bekannte Nachhaltigkeitszertifizierungen erfüllen, wie zum Beispiel:
- LEED® (Führung im Energie- und Umweltdesign)
- ENERGY STAR®
- Passivhaus (PHI) Normen
Diese Programme belohnen häufig Gebäude, in denen energieeffiziente Fenster verwendet werden, insbesondere IGUs mit niedrigen U-Werten, niedrigen SHGC-Bewertungen und nachhaltigen Materialien.
IGUs in Passiv- und Nullenergie-Design
Für Gebäude, die wenig oder keine externe Energie verbrauchen sollen, sind Isolierglaseinheiten (IGUs) ein Muss. In Passivhäusern und Nullenergiehäusern kommt es auf jedes Detail an – insbesondere auf die Fenster.
IGUs reduzieren unerwünschte Wärmezufuhr im Sommer und Wärmeverlust im Winter und sorgen so für ein angenehmes Raumklima bei minimalem Energieverbrauch. In Kombination mit der richtigen Ausrichtung, Beschattung und Belüftung sind IGUs wichtige Bestandteile des passiven Solardesigns.
Recyclingfähigkeit und Umweltauswirkungen
Was passiert, wenn IGUs das Ende ihrer Lebensdauer erreichen? Viele Komponenten – wie Glas, Aluminium-Abstandshalter und sogar einige Dichtungsmassen – können recycelt werden. Die ordnungsgemäße Entsorgung und das Recycling hängen jedoch von den örtlichen Einrichtungen und Baupraktiken ab.
Glashersteller arbeiten außerdem an umweltfreundlicheren Produktionsprozessen und verbrauchen weniger Energie und Rohstoffe, um Hochleistungs-Isolierglasscheiben herzustellen.
Abschluss
Isolierglaseinheiten (IGU) gehören zu den wichtigsten Bestandteilen moderner, hochleistungsfähiger Fenster und Türen. Eine gut geplante IGU verbessert die Wärmedämmung, reduziert Lärm, minimiert das Kondensationsrisiko und trägt zu einer besseren langfristigen Energieeffizienz bei. Die beste IGU ist nicht immer die komplexeste, sondern diejenige, die optimal auf Klima, Glasart, Abstandhaltersystem, Gasfüllung und Projektziele abgestimmt ist. Durch das Verständnis von Aufbau und Funktionsweise von IGUs können Käufer fundiertere Entscheidungen hinsichtlich Komfort, Langlebigkeit und Energieeffizienz treffen.
Häufig gestellte Fragen zu IGUs
Wie lange halten IGUs wirklich?
Kann eine beschlagene IGU repariert statt ausgetauscht werden?
Wie kann ich feststellen, ob meine IGU mit Argon oder nur mit Luft gefüllt ist?
Ist eine Vakuum-IGU zur Isolierung besser als eine Dreifachverglasung?
Wie oft sollte ich meine IGUs professionell überprüfen lassen?
Worin besteht der Unterschied zwischen Doppelverglasung und Isolierglas?
Doppelverglasung bezeichnet üblicherweise ein Fenster mit zwei Glasscheiben. Eine Isolierglaseinheit (IGU) ist die vollständig abgedichtete, isolierte Glaskonstruktion, bestehend aus den Glasscheiben, dem Abstandhalter, dem Trockenmittel, den Dichtstoffen und dem mit Gas oder Luft gefüllten Zwischenraum. In der Praxis sind die meisten Doppelglasfenster Isolierglaseinheiten.
Bereit zum Upgrade?
Ob Sie die Verglasung für ein neues Projekt auswählen oder ältere Isolierglaseinheiten ersetzen möchten: Kenntnisse über die Konstruktion von Isolierglaseinheiten helfen Ihnen, leistungsfähigere Fenster und Türen für Ihr Gebäude zu finden. Benötigen Sie Unterstützung beim Vergleich von Glasoptionen, Abstandhaltersystemen oder projektbezogenen Verglasungslösungen? Unser Team hilft Ihnen gerne, die passende Konfiguration für Ihre Bedürfnisse zu ermitteln.
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